Sehenswürdigkeiten in Krefeld 
Sehenswürdigkeiten in Krefeld

Sehenswürdigkeiten in Krefeld


Landschaftsmuseum des Niederrheins

Durch den Burgpark der Burg Linn erreicht man das Landschaftsmuseum des Niederrheins. Im Erdgeschoß werden wechselnde Ausstellungen präsentiert. Die Dauerausstellung breitet sich über 4 Etagen aus. Anschaulich dargestellte Szenen im Erdgeschoss stellen die Vorgeschichte der Region, vor allem die vorrömische Eiszeit dar. Ein Landschaftsmodell zeigt ein typisches eisenzeitliches Wohn-Stallhaus. Es vermittelt Eindruck über die damalige Wohnkultur. Der Nachbau einer Küche zeigt den häuslichen Bereich. Das Thema keltischer und germanischer Totenbrauchtum wird auch dargestellt. Das komplette Obergeschoß ist mit Funden aus einem römisch-fränkischen Gräberfeld beim Krefelder Ortsteil Gellep, dem römischen Ort Gelduba, gewidmet. Die ältesten Gräber sind aus der Zeit kurz vor der Zeitenwende. das 4. Jahrhundert nach Christus war die Blütezeit von Gelduba. Das ist aus den zahlreichen Grabbeigaben ersichtlich. In den Vitrinen des Museums stehen viele Exponate, wie Schmuck, Keramik und Gläser. Der Platz wurde von der fränkischen Bevölkerung bis um 700 nach Christus als Friedhof genutzt, als die Römer sich aus dem Rheinland zurückgezogen hatten. Es wurden auch üppig ausgestattete Gräber von fränkischen Fürsten aus dem 6. und 7. Jahrhundert gefunden. Es wurden mehr als 5.500 Gräber ausgegraben. Die Gräber mit den Grabbeigaben und Skelett sind eine besondere Besucherattraktion. Die Modelle von 22 niederrheinischen Städten ist der Höhepunkt des Museums. Sie zeigen die Zeit um 1650, werden in 4 Landschaftsbildern gezeigt und befinden sich im 2. Obergeschoss. Sie wurden für eine Ausstellung in den 1930er Jahren angefertigt. Im 3. Obergeschoss befinden sich Modelle von Häusern und Höfen am Niederrhein in historischen Zeiten. Hier wird eine Schusterwerkstatt in einer düsteren Kammer gezeigt. Der Burgpark wurde im 19. Jahrhundert von der Kaufmannsfamilie de Greiff nach englischem Vorbild umgestaltet.


Burg Linn

Die Burg Linn ist eine kleine aber feine Wasserburg in Krefeld, umgeben von einem kleinen Park im Stadtteil Linn. Vor allem nachts ist sie besonders schön angestrahlt, die Schattenspiele mit den Bäumen und dem Licht ergeben eine fast schon gespenstische Athmosphäre. Mitten im lauten Krefeld liegt eine kleine Ruheoase mit einem Zeugnis alter Baukunst. Bei einem nächtlichen Spaziergang rund um die Burg kann man auch die dort ansässigen Schwäne beim Schlafen beobachten.

Die heutige Ansicht der Burg ist leider nicht die originale. Erbaut wurde sie ursprünglich im 12. Jahrhundert von den Edelherren Otto und Gerlachus von Lynn und ging durch einige Belagerungen und Eroberungen in viele Hände über. Die Burg und das angrenzende Jagdschlösschen wurden von den jeweiligen Bewohnern restauriert und verändert, der Graben wurde teilweise neu gezogen und neue Schutzmauern errichtet.

Der Park um die Burg entstand erst im 19. Jahrhundert, bis 1928 war das Jagdschlösschen bewohnt. Die Burg war viele Jahrhunderte lang verfallen und ohne Dachstuhl, da sie vor allem an strategischer Bedeutung verloren hatte und sich somit ein Neuaufbau nicht rechnete. Nach dem Tod des letzten Bewohners der gesamten Anlage übernahm die Stadt Krefeld die Burg und restaurierte sie fast detailgetreu. Heute befindet sich in ihr ein Teil des Niederrheinischen Landschaftsmuseum, der Park gehört zur Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas.

Zu Pfingsten verwandelt sich die Burg mit Schloss und Park in eine mittelalterliche Landschaft, denn jedes Jahr findet hier der mittelalterliche Flachsmarkt statt, der schon über die Landesgrenze hinaus bekannt ist.


Jagdschloss

Das Jagdschloss entstand in der Vorburg als Ersatz für die abgebrannte Burg Linn. In strahlendem Gelb leuchtet das Schloss schon von weitem. Im Flur hängen Hirschgeweihe, Jagdembleme und Bilder, die an die historische Funktion des Gebäudes erinnern. Clemens August von Bayern, Erzbischof und Kurfürst von Köln, baute auf den Fundamenten der mittelalterlichen Vorburg um 1730 das Schloss. Im Erdgeschoss in der Schlossküche bringen blanke Kessen, Gefäße und Behälter aus Kupfer und Messing den Besucher zum Staunen. Die Wohnräume im Erd- und Obergeschoss zeigen die bürgerliche Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts durch die historischen Möbel, Gemälde und Musikinstrumente. Die Sammlung mechanischer Musikgeräte werden einmal in der Woche im Schloss vorgeführt. Das ist ein ganz besonderes Erlebnis. Viele Besucher schauen sich zwischen den wertvollen Geräten um. Das älteste Objekt ist eine Schwarzwälder Flötenuhr aus dem Jahre 1805. Sie spielt zwei Hymnen, „Heil dir im Siegerkranz“ und „God save the Queen“. Eine Schweizer Spieluhr spielt sechs Lieder von dem Präzisionsuhrwerk mit Fliehkraftregler. Sie stammt etwa aus dem Jahre 1860. Auf derartigen Spieluhren waren bis zu 30.000 Metallstifte in Handarbeit auf die Walzen aufgebracht. Im 19. Jahrhundert waren Uhrenbilder sehr beliebt. In einem Gemälde wurde eine funktionierende Uhr eingebaut. Jede volle Stunde spielte sie eine feine Spieluhr Melodie. Stehgeiger und Klavierspieler wurden in einem belgischen Kaffeehaus durch ein Kaffeehaus Orchestrion ersetzt. Außerdem sind hier Drehorgeln und Leierkästen zusehen. Der Höhepunkt einer solchen Veranstaltung ist das Ballsaal Orchestrion aus dem Jahre 1918. Sieben Instrumente werden gleichzeitig betrieben: Klavier, Trommel, Becken, Pauke, Metallophon, Triangel und ein Xylophon. Begleitet werden die Instrumente von einer Lichtorgel aus 10 farbigen Glühbirnen.


Burg und historischer Stadtkern Krefeld-Linn

Der mittelalterliche Ortsteil Linn hat eine Wasserburg, die in der Nähe der römischen Rheintalstraße entstand. Erstmals wird der Ort im Jahre 1100 erwähnt. Die Burg wurde auf einer Sandbank des ehemaligen Rheinbettes gebaut. Die Burg der Edelherren ist eigentlich mehr ein Wohnturm. Er stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist 7 x 13 Meter groß. Unter den Grafen von Kleve entwickelte sich daraus eine starke landesherrliche Verteidungsanlage. Die Burg und die Stadt wurden zu einer einheitlichen Befestigungsanlage mit 5 Bastionen zusammen gefasst, weil das Pulver und das Geschütz immer mehr Platz einnahmen. Die Preußen zerstörten 1702 die Burg. Fast 30 Jahre später baute der Kölner Kurfürst Clemens August hier ein kleines Jagdschloss. Es wurde im Laufe der Zeit die Gebäude und die beiden Ringmauern angebaut. Östlich wird die Burg von einem Graben und einem Grüngürtel fast ganz umschlossen. Hier schließt die mittelalterliche Stadtbefestigung mit dem historischen Stadtkern an. Der Stadtkern ist noch sehr gut erhalten. Er hat das Aussehen eines niederrheinischen Landstädtchens. Mehr als 100 Gebäude sind hier von historischer Bedeutung und daher erhaltenswert. In den schmalen Gassen befinden sich die ehemalige kurfürstliche Roß- und Wassermühle und der Paschhof. Der Paschhof liegt in der Margaretenstraße. Sehenswert ist auch der Andreasmarkt. Hier findet am Andreastag der Flachsmarkt statt. Heute ist er ein bedeutender Kunsthandwerkermarkt am Niederrhein. Die Linner Pfarrkirche St. Margareta hat ein interessantes Schicksal. Sie stand auf dem Margaretenplatz. 1814 stürzte sie ein und wurde 1819 bis 1820 als schlichte Saalkirche zwischen Rheinbabenstraße und Kirchgasse neu erbaut. Im Jahre 1997 wurden die Fundamente der Kirche am Margartenplatz freigelegt.


Schloss Greiffenhorst, Stadtpalais (Rathaus), Burg Uerdingen

Der Kaufmann Cornelius de Greiff ließ in den Jahren 1838 bis 1843 das Schloss Greiffenhorst bauen. In dem Grundriss des Hauses hat der Baumeister O. von Gloeden den Goldenen Schnitt angewandt. Der Grundriss ist achteckig. Es ist ein dreistöckiges Haus. Dem Haupthaus sind vier quadratische Stirnflügel vorgestellt. Das Haus hat mehrere Attiken über dem Obergeschoss. Die 3. Etage ist turmartig hinter den Attiken, das sind Wände in der Art einer Brüstung über dem Hauptgesims. Hinter der Brüstung, also rund um das 3. Geschoss, verläuft eine Terrasse. Im 2. Weltkrieg ist das Schloss schwer beschädigt worden. Nach dem Krieg ist es aber wieder vollständig rekonstruiert und restauriert worden. Heute finden hier die unterschiedlichen kulturellen Veranstaltungen statt. Zu den prächtigen Bauten in Krefeld gehört auch das Rathaus. Es war ursprünglich ein Stadtpalais. Besitzer sind Nachkommen der Familie von der Leyen. Die Familien von der Leyen ist in Krefeld und Umgebung bekannt geworden durch ihre Tuchfabrik. Natürlich befindet sich in Krefeld auch ein Textilmuseum. Das Palais wurde im Krieg zerstört und später wieder aufgebaut. Es ist ein dreigeschossiges Haus. Es hat einen fünfachsigen Säulenvorbau. Das Dach liegt hinter einer Attika. Von der Burg Uerdingen ist nur noch der Bergfried, also der Hauptturm aus dem 14. Jahrhundert vorhanden. Die Burg aus dem 13. und 14. Jahrhundert ist im Laufe der Zeit immer mehr verfallen.1839 wurde sie durch einen klassizistischen Neubau ersetzt. Der Neubau besteht aus einem viergeschossigen übergiebelten Mittelbau und zwei kurze dreigeschossige Seitenflügel. In Krefeld ist neben dem Schloss Greiffenhorst und der Burg Uerdingen auch die Burg Linn sehenswert. Diese liegt in der Nähe des Textilmuseums. Auch der Landschaftsgarten nach dem Entwurf von M. F. Weyhe sollte besucht werden. Es ist eine langgestreckte Parkanlage mit alleeartigen Baumbepflanzungen. Wer lieber Museen besuchen will, ist hier in Krefeld ebenfalls richtig. Neben dem Textilmuseum ist das Kaiser-Wilhelm-Museum, das Museum Haus Lange und das Museum Haus Esters in der Umgebung. Besucher, die gerne durch malerische Örtchen wandern, sollte man Uerdingen ans Herz legen. Der Marktplatz, die Hausfassaden und die Rheinprommenade sind hier besondere Anziehungspunkte.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Krefeld

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Düsseldorf

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
38 m ü. NN

Fläche:
137,75 km²

Einwohner:
235.414

Autokennzeichen:
KR

Vorwahl:
02151

Gemeinde-
schlüssel:

05 1 14 000



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